Einfach erklärt
Vagusnerv-Stimulation mit Armtraining – einfach erklärt
Sie haben von der Vagusnerv-Stimulation mit Armtraining gehört. Hier erfahren Sie kurz, was das ist und was Sie wissen müssen.
Was ist das?
Ein kleines Gerät wird unter die Haut am Brustkorb eingesetzt.
Ein Kabel verbindet das Gerät mit dem Vagusnerv am Hals.
Während des Armtrainings gibt das Gerät kurze Impulse ab.
Diese Impulse sind an Ihre Armbewegungen gekoppelt.
Das Ziel ist, das Lernen im Gehirn zu verstärken.
Was sagen die Studien?
Die europäische Leitlinie riet 2020 davon ab, das Verfahren außerhalb von Studien zu nutzen.
Damals gab es nur eine kleine Studie zur Sicherheit.
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat das Verfahren am 27.08.2021 zugelassen.
Die Zulassung gilt für Erwachsene mit chronischem ischämischem Schlaganfall.
Betroffen sind Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Armbeeinträchtigung.
Was spricht dagegen?
Es ist eine Operation mit einem dauerhaft implantierten Gerät.
Das Risiko ist höher als bei einer normalen Übungstherapie.
Die europäische Leitlinie rät außerhalb von Studien ausdrücklich ab.
Im deutschsprachigen Raum gibt es keine Zulassung und keine Kostenübernahme.
Eine Behandlung im Ausland müssten Sie selbst zahlen.
Wo gibt es das und wer zahlt?
In Deutschland gibt es keine Zulassung für diese Behandlung.
Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten nicht.
In Österreich und der Schweiz ist die Situation ähnlich.
Der beste Weg ist die Teilnahme an einer klinischen Studie.
Fragen Sie in einer neurologischen Universitätsklinik nach aktuellen Studien.
Fragen für Ihr Arztgespräch
Ist das Verfahren für mich überhaupt ein Thema?
Wie ordnen Sie die US-Zulassung und die europäische Leitlinie ein?
Läuft dazu in erreichbarer Nähe eine Studie?
Wer betreut mich nach einer Behandlung im Ausland und was kostet das?
Welche bewährten Behandlungen für meinen Arm habe ich noch nicht ausgeschöpft?
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