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Spastik-Management

20–40 % der Schlaganfall-Betroffenen entwickeln im ersten Jahr Spastik (unkontrollierte Muskelanspannung). Behandlung: zuerst Physio-/Ergotherapie, dann Botulinumtoxin-Spritzen (stark untergenutzt: 46 % der Hausärzte setzen es nie ein), in schweren Fällen Medikamente oder OP.

Was tun? Bei zunehmender Steifigkeit aktiv den Arzt auf Botulinumtoxin ansprechen. Überweisung zum Neurologen für spezialisierte Spastik-Sprechstunde.

Warum das für Sie wichtig ist

Unbehandelte Spastik kann zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und bleibenden Kontrakturen führen. Frühzeitige und konsequente Behandlung erhält die Beweglichkeit und verbessert die Lebensqualität. Sprechen Sie Ihren Arzt aktiv auf Behandlungsmöglichkeiten an.

Im Detail

Spastik ist eine erhöhte Muskelspannung, die nach Schlaganfall in der betroffenen Körperhälfte auftreten kann. Sie entsteht durch Schäden an den motorischen Bahnen im Gehirn. Behandlungsmöglichkeiten umfassen Physiotherapie (besonders Bobath), Orthesen, Botulinumtoxin-Injektionen und in schweren Fällen Medikamente oder operative Eingriffe.

⚠ Häufige Missverständnisse

Viele denken, Spastik sei nicht behandelbar oder gehöre einfach dazu. Tatsächlich gibt es wirksame Behandlungen, besonders Botulinumtoxin (Botox) zur lokalen Muskelentspannung. Spastik sollte aktiv behandelt werden, da sie sonst zu dauerhaften Muskelverkuerzungen (Kontrakturen) führt.